Im Netzwerk wollen wir thematisch einschlägige Forscher*innen zusammenbringen, die sich anhand von verschiedenen topoi und unter Berücksichtigung von disziplinären Schwerpunkten der Wiederbelebung einer kritischen Bildungstheorie und -forschung widmen. Mit dem Begriff der Wiederbelebung wollen wir deutlich machen, dass wir eine bestehende – wenngleich gegenwärtig (noch) verschüttete – Tradition der kritischen Bildungsforschung, die nach 1945 durch den Einsatz von zentralen Figuren wie Max Horkheimer, Theodor W. Adorno und Heinz-Joachim Heydorn verankert wurde, wieder aufgreifen und aktualisieren wollen.
Eine solche Aktualisierung ist mit drei Zielstellungen verknüpft:
(1) Bildungsprozesse und deren Rahmenbedingungen unter Einbezug von Aspekten der Bildungstheorie, Bildungssoziologie und Bildungsgeschichte neu perspektivieren und denken;
(2) die empirische Bildungsforschung durch interdisziplinär ausgerichtete Ansätze ergänzen bzw. weiter ausbauen;
(3) Wissenschaft mit Akteur*innen der Bildungspraxis, Verantwortlichen aus Bildungspolitik und -administration sowie mit zivilgesellschaftlichen Akteur*innen vernetzen.
Wir sind davon überzeugt, dass wir einen Zusammenschluss verschiedener im zivilgesellschaftlich und wissenschaftlich engagierte Akteur*innen brauchen, um einen grundlegenden Wandel im Bildungssystem zu erreichen.
12.9.2026
Bildung und Ungleichheit: Eine Bestandsaufnahme
Vortrag mit Lena Brückner (Universität Mainz)
Der Vortrag bündelt aktuelle Befunde zur sozialen Selektivität des Bildungssystems und fragt, welche theoretischen Perspektiven nötig sind, um Ungleichheit nicht nur zu beschreiben, sondern als Effekt institutioneller …
Der Vortrag bündelt aktuelle Befunde zur sozialen Selektivität des Bildungssystems und fragt, welche theoretischen Perspektiven nötig sind, um Ungleichheit nicht nur zu beschreiben, sondern als Effekt institutioneller Ordnungen zu begreifen.